Drohende Gewitter ab der Mittagszeit veranlassen uns zu einer kürzeren Wanderung auf das Nägelisgrätli und nicht wie ursprünglich geplant auf einen Gipfel in der Gegend.
Daheim Temperaturen um die 38°C und Tropennächte, gute Gründe um in die Höhe zu fliehen. Wir packen den Camper und fahren auf den Furkapass anstatt nach Grächwil biken zu gehen. Dort geniessen wir einen stimmungsvollen Sonnenuntergang. Am Freitag steigen wir aufs Chly Furkahorn über den Westgrat, mit einfachen Kletterstellen und 25 Meter abseilen.
Zurück auf der Passhöhe packen wir zusammen und dislozieren auf den Grimselpass, zu staubig ist der Platz. Da geniessen wir wieder einen spektakulären Sonnenuntergang.
Der extremen Hitze entfliehen wir ins Goms, und schwitzen auch dort auf unseren Wanderungen. Als Basis dient uns das Hotel Blinnenhorn, hier werden wir hervorragend verwöhnt.
Sonntag - Judestafel:
Wir lassen es nach der Anreise gemütlich angehen zum Judestafel, die Hitze macht uns zu schaffen.
Montag - Sidelhorn:
Wir starten auf dem Grimselpass, ab hier gehts zu unserem Höhepunkt, dem Sidelhorn. Auf einigen Schneefeldern können wir uns abkühlen, oben geniessen wir die traumhafte Rundumsicht.
Dienstag - Sattulti:
Ab Binn wandern wir Richtung Eggerhorn bis Sattulti, danach runter nach Ernen ins kühle Getränk.
Mittwoch - Bettmergrat:
Ab Bettmeralp wandern wir am Blausee vorbei zum Bettmergrat, folgen dem eine Stück weit bevor wir zurückkehren zur Bettmeralp. Die Aussicht auf den Aletschgletscher ist phänomenal, das kühlende Bad im Bettmersee ein Genuss.
Das Gasterental ist immer schön und einen Besuch wert, insbesondere wenn die Frauenschuh blühen. Die Angst, zu spät dran zu sein bestätigt sich glücklicherweise nur teilweise. Wir finden noch einige dieser schönen Orchideen, Wahnsinn welches Ausmass die Stauden erreichen können.
Schon die Reise nach Meiringen ist ein Erlebnis: Verspätungen, viele Touristen, überfüllte Züge, nervöse Reisende. Auf der Wanderung Richtung Reichental bin ich dann aber schnell alleine, und den tosenden Wasserfall kann ich ganz alleine geniessen, ebenso die Absturzstelle vom Meisterdedektiv Sherlock Holmes. Je näher ich dem Rosenlaui komme, desto mehr Wanderer treffe ich an. Den Besuch der Schlucht hatte ich mir eigentlich vorgenommen, verzichte aber und wandere weiter zur Schwarzwaldalp. In den vergangenen Jahren war ich bereits mehrere Male in dieser faszinierenden Schlucht. Ich nehme mir vor, dieses Tal im Herbst wieder einmal zu besuchen, wenn die Bergahorn sich verfärben.