Für die Rückkehr von der Zapporthütte haben wir 2 Varianten: eine kürzere nach Hinterrhein, oder über die Canallücka nach Zervreila. Die 4 km Panzerpiste Hinterrhein schreckt uns ab, so starten wir den steilen Aufstieg zur Canallücka. Nach anderthalb Stunden sind wir oben. Der Abstieg durch das schöne Canaltal zieht sich, ist aber nur mässig steil. Entlang dem türkisfarbenen Zervreila-Stausee haben wir dann nochmals einen fühlbaren Gegenanstieg zu bewältigen, bevor wir in Zervreila feine Pizokel geniessen.
Die Anreise ist lang: Abfahrt Postauto zu Hause um 05:20, Ankunft in Diga di Luzzone um 11:25. Von da steigen wir gemütlich hoch zur Capanna Adula UTOE, durch das Val Carassin.
Morgens um 5:50 starten wir zum höchsten Tessinergipfel, nicht auf dem Normalweg, sondern über die Via Malvaglia. Hier finden wir ein paar einfache Klettereien. Im Windschatten leicht unterhalb vom Gipfel geniessen wir die fantastische Aussicht bei einer längeren Pause. Wir sehen die hohen Berner, viele Tessiner, dazu Bernina, Ortler usw.
Im Abstieg überqueren wir die kümmerlichen Reste des Läntagletscher. Nach der Läntalücke gestaltet sich dann die Wegfindung teils schwierig, entweder Steinmanndli welche verschiedene Richtungen anzeigen oder dann sind gar keine mehr zu sehen. Schlussendlich gelangen wir aber sicher zum Ursprung des Hinterrhein und zur Zapporthütte.
Schöne MiWa in den Breccaschlund mit gut gelaunten Teilnehmern und besten Verhältnissen. Auch Kraxeleinlagen konnten niemanden ausbremsen. Hat Spass gemacht.
Ich bin ein Kunstbanause. Einem kunstlastigen Ausflug verbunden mit einer kurzen Wanderung bin ich aber sicher nicht abgeneigt. Kunstobjekte müssen mich optisch ansprechen, und nicht nur vom Thema her. Das ist hier leider selten der Fall, der Föteler blieb meist im Rucksack. Banause halt eben.