Nun hat es endlich geklappt mit dieser Überschreitung. Zuerst lassen wir uns bequem mit der Bahn auf den Pilatus bringen, fliehen aber schnell Richtung Tomlishorn, unserem "zweiten" Gipfel. Nach überschreiten eines namenlosen Gipfels stehen wir vor der Wand des Widderfeld. Hier wählen wir die anspruchsvollere Variante Richtung Süden der Wand entlang, über Felsbrücken und durch einen Tunnel nach oben, spannend. Nach einem weiteren Gipfel, Rottosse, erreichen wir pünktlich zur Mittagszeit das Mittaggüpfi. Weiter über den Wangegrat zu den weiteren Gipfeln Stäfeliflue, Blaue Tosse und Risetestock. Unterwegs müssen wir eine Wegblockade durch Steinböcke überwinden. In Gfellen lassen wir uns dann verwöhnen und geniessen die Gastfreundschaft.
Am Sonntag lassen wir den Schimbrig links liegen. Einen ersten Halt legen wir bei der Schimbrig Schwefel-Quelle ein. Das Quellwasser soll heilsam sein und den menschlichen Organismus kräftig anregen. Nun, ein toller Schluck hat mir genügt und hat das geschmacklich nach faulen Eiern schmeckende Aufstossen während der nächsten paar Stunden kräftig angeregt. Der steile Aufstieg zur Abnistetteflue ist geschmückt durch das leuchtendes Blütengelb. Der höchste Gipfel heute ist die Schafmatt, danach folgt noch der steile Abstieg Richtung Flühli. Die müden Beine werden wir wohl zum Wochenanfang noch etwas spüren.
Trotz nicht optimalem Wetter und Ferienabwesenheiten kann ich mich über einige Teilnehmer freuen auf dieser schönen Wanderung. Die Regenkleider bleiben dann übrigens den ganzen Tag über im Rucksack. Die Combe du Pilouvi ist den allermeisten unbekannt und doch so schön, ein Geheimtip. Besser bekannt, aber trotzdem jedesmal den Besuch wert ist dann doch die Twannbachschlucht. Teilweise fühle ich mich wie im Urwald.
Meine Wanderung startet in Iseltwald. Natürlich muss ich beim im asiatischen Raum weltberühmten Steg vorbei schauen. Und natürlich sind auch jetzt Besucher da, die einen Fünfliber bezahlen nur um auf dem Steg ein Selfie zu schiessen. Für etwas weniger geniesse ich am Nachmittag lieber einen Glacestängel.
Ich schlage den Weg zum Mülibachfall ein, ohne Touristen. Von da geht's zurück an den See und an diesem entlang auf einem schön angelegten Wanderweg zu den 14 Stufen des Giessbach. Gewaltig, was da runter kommt, tosend und stiebend, ich werde geduscht. Und immer wieder fällt der Blick auf das majestätische Hotel im Belle Époque Stil, und den türkisfarbenen Brienzersee. Ich wandere danach noch bis Brienz, würde das nächste mal wohl aber das Schiff nehmen.
Auf meiner Sektionstour auf die Rigi Hochfluh herrschen hochsommerliche Temperaturen, der Schweiss fliesst in Strömen. Im Gegensatz zur Rekotour vom 09. Mai ist der Untergrund diesmal furztrocken, was das Ganze doch sehr viel einfacher macht. Die Tour macht auch jetzt wieder Spass.
Wie oft schon habe ich Ochse und Bürgle wohl schon von unten angeschaut. Dazwischen liegt noch die Gemsflue, durch den Gemsgrat verbunden mit dem Ochse. Es ist an der Zeit für einen Besuch, wir starten beim traditionsreichen Schwefelberg-Bad. Dieses ist leider seit 2012 nicht mehr in Betrieb.
Auf dem Gemsgrat sind wir im Gegensatz zu den einfach zu erreichenden Ochse und Bürgle völlig alleine, zu gross sind wohl die Schwierigkeiten, brüchig ist das schifrige Gestein, schmal und ausgesetzt der Pfad. Auch uns fordert dieser Abschnitt. Eigentlich wollte ich diese Runde als Sektionstour anbieten, den Gedanken lasse ich nun aber fallen.